Kalium (Harn)

Kurzbeschreibung

Die Bewertung der Ausscheidung von Kalium im Urin ist nur in Zusammenschau mit dem Ergebnis im Serum (sowie dem Säure-Basen-Status) möglich bzw. sinnvoll.

 

Die Ausscheidung ist stark abhängig von der Zufuhr und der Ausfuhr in anderen Körperflüssigkeiten.

 

Indikationen

  • DD renaler und extrarenaler Ursachen für Hypo- und Hyperkaliämien
  • DD renaler und extrarenaler Ursachen für hyperchlorämische metabolische Azidose

 

Interpretation

Differenzialdiagnose der Hypokaliämie

  • Kaliumausscheidung >20 mmol/L: renale tubuläre Azidose (z.B. Fanconi-Syndrom), Diuretikatherapie, metabolische Alkalose bei gehäuftem Erbrechen oder Magensaftdrainage, primärer Hyperaldosteronismus
  • Kaliumausscheidung <20 mmol/L: verminderte Kaliumaufnahme, metabolische Azidose bei anhaltenden Durchfällen, Kaliumverlust durch Laxanzien

 

Differenzialdiagnose der Hyperkaliämie

  • Kaliumausscheidung >40 mmol/L: vermehrte Kaliumzufuhr, Hämolyse, Insulinmangel, Digitalistherapie
  • Kaliumausscheidung <40 mmol/L: Hypoaldosteronismus
Einheit

mmol/24h

Referenzbereich

50-100 mmol/24h

Analysenmethode

ionensensitive Elektrode

Probenabarbeitungshäufigkeit

Täglich

Probenmaterial

Spontanharn

24h-Sammelharn

Stabilität bei 2-8°C 2 Monate
Stabilität bei 15-25°C 45 Tage
Kassenleistung GKK ja
Kassenleistung Kleine Kassen ja
Durchführung

Versand an Partnerlabor

Akkreditiert

nein

Letzte Änderung 27.04.2017 - 11:40
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